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Aus der Bucht von Enkhuizerzand ausgelaufen und das nächste Kap nördlich gab es so viel Wind gegenan, dass ich nach zweieinhalb Stunden, zweimal kreuzen und einiger Wasseraufnahme umdrehte. Badesprosse ist bockig gewesen und hätte auf fast halben Wind einen so großen Schlag machen müssen, dass ich immer weiter in die hohen Wellen gekommen wäre. Das Ruder lüftet sich bisweilen und das ist auf diesen Kursen nicht haltbar. Treibe mehr ab als das ich fahre. Wieder an der Bucht zurück in schneller Fahrt halb bis achterlich - das können wir ja schon - Compagnieshaven Enkhuizen das Ziel, dahin, wo ich gestern mal eine Runde durch die Einfahrt drehte. Auf der Kreuzung brach dann das Steuerboardseitenschwert und ich brauchte über zwanzig Schläge. Wobei hier Erfolge zu vermelden sind: Steuerbordwenden an der Mole glückten, zum Ende bis auf einen Meter rangefahren, so sicher ging das ... Vor der Hafeneinfahrt immer wider halsen, zu wenig Wind. So bekam ich Meter um Meter die Höhe. Paddeln wäre schneller gewesen - aber da war der Ehrgeiz: man legt unter Segeln an, wenn man segelt. Habe ich auch gemacht. Aber zuerst in den Hafen rein, da ging die Wende wieder nicht. Also abgefallen und gehalst, einen Kringel um Ankernde im Päckchen liegend, großes Gegucke und halte auf die Passantenpier zu, eine Lücke von 7 - 8 m, Aufschießer, Segel fieren und Badesprosse macht ganz sachte mit dem Bug "pöck", während ich im Boot stehend das Groß herunterlasse und das Heck gegen die Pier treibt. Ein Schritt auf den Bug, den anderen Fuß auf die Abstandsbohle und zupp, die Leine fest. Jetzt sitze ich auf dem Steg, unter dem ich vorher durchgepaddelt bin, und habe Badesprosse an einem Schwimmton fein mit Vor- und Achterspring festgemacht - oder eher mit dem Ponton verzurrt, dann den Ponton in eine Position gebracht, dass er frei schwimmt, aber nicht gegen die Stegstützen puckern kann, als wäre er das Boot. Naturlich alles genau beobachtet von den Yachties. Auf dem Pinton liegt ein roter Teppich, Marke Kunstrasen. Die Hafenenten fanden mich blöd, als ich kam und trollten sich quakend. Heute klariere erstmal ich das Segelgeraffel. Morgen Sightseeing, Schiffe und Museen gucken. Vor ein paar Minuten ist das Wetter aufgeheitert. Gut fürs Gemüt. Ich schätze, dass ich was Warmes in den Bauch kriege. Das Schicksal hat es zwei Tage gut gehen lassen mit dem extremen Wind. Ich denke, der Abbruch war richtig. Das gebrochene Seitenschwert spricht Bände ... Gruß Mo PS: Immer ruhig bleiben. Gute Schule dafür, das Meer. Ich habe mit den Wellen gesprochen und gesungen - was ich im übrigen sonst immer verweigere. |